27 Kommentare zu «Warum China in Afrika investiert»

  • Linus Huber sagt:

    Warum China in Afrika investiert

    Erstens handelt es sich ausser vielleicht im Falle von GSEs nicht um China, sondern um chinesische Firmen.
    Zweitens ist die Antwort derart banal, dass die Frage gar nicht gestellt werden muss, nämlich um Profite zu erzielen; das Ziel jeder Investition.

    • Anh Toàn sagt:

      Warum sehen chinesische Firmen Gewinnchancen in Afrika, wo westliche Firmen diese nicht sehen.

      Der Beitrag erklärt, wo chinesische Firmen Gewinnchancen sehen, westliche aber nicht: Da, wo es keinen Rechtsstaat gibt, alles korrupt ist, Menschenrechte nicht eingehalten werden, da wo kein Zentralismus ist, den Sie so verachten.

      Westlichen Firmen fällt es immer schwerer, Bestechungsgelder zu zahlen, Kinderarbeit auszunutzen usw. Einerseits wegen zentralistischer Bürokratenkontrolle, all diese unnötigen Reglungen wie automatischer Informationsaustausch und Geldwäsche, andererseits wegen mehr Kontrolle durch die Öffentlichkeit. Die Chinesen haben damit kein Problem.

      • Anh Toàn sagt:

        In den Ländern ohne Rechtssaat wird auch investiert, um Geld zu waschen. Man kann da irgendetwas machen Gewinne buchen und zu Hause erklären, woher die Kohle kommt. In diesen Ländern fragt niemand, woher die Kohle kommt, es wird ein Anteil verlangt.

      • Linus Huber sagt:

        „zentralistischer Bürokratenkontrolle“

        Ja sicher doch, und die Regeln werden durch die entsprechenden strafimmunen Bürokraten unter dem Vorwand der Behebung von von ihnen verursachten Fehlentwicklungen zum Ausbau ihrer „Fiefdoms“ je nach Bedarf gebogen und gebrochen. Oh, sorry, habe ganz vergessen, dass diese Bürokraten mit übermenschlichen Attributen ausgestattet sind und daher keine persönlichen Vorteile in ihren Entscheiden berücksichtigen und die Gewaltentrennung alles so sauber regelt. Z.B. das Chaos im Mittleren Osten gründet nicht zuletzt auf dem gleichen Gedankengut der Einmischung der Gutmenschen des Westens und natürlich ist niemand dafür mitverantwortlich.

    • Linus Huber sagt:

      Ja, es handelt sich um eine andere Risikobewertung ohne den bevormundenden Beigeschmack, sich in die internen Angelegenheiten anderer Staat einmischen zu wollen, sondern sich einzig auf den Austausch von Waren und Dienstleistungen zu fokussieren. Der Westen ist ja sehr „erfolgreich“ im Absetzen von Diktatoren (Zentralismus pur).

      „Die Chinesen haben damit kein Problem.“

      Glauben Sie wirklich, dass westliche Firmen damit ein Problem hätten, wenn es ihre Gewinnchancen aufgrund des Image-Verlustes nicht gefährden würde, gerade in Anbetracht des Umstandes, dass heute viele Firmen die potentiellen Bussen aus Regelverletzungen bereits in ihren Investitionsanalysen mit berücksichtigen?

  • Isabella sagt:

    Im Moment sehe ich was in Kenia passiert. Das Land wird von den Chinesen übernommen und zerstört. In Diani Beach wird illegal Sand abgeführt. Die Kenianer werden nicht bezahlt. Es wird im grossen Stil Reis für China angebaut, die Kenianer können hungern. Nach dem China langsam aber sicher zerstört worden ist, wird nun systematisch Afrika eingenommen und ohne Rücksicht auf die Natur und die Bevölkerung ausgebeutet.
    Die Welt schaut zu, da Afrika im Moment Weltwirtschaftlich gesehen, nicht so wichtig ist.

    • Johny sagt:

      alles in allem zusammengefasst: die Chinesen werden es schon schaffen, die Menschheit zum Verschwinden zu bringen. Nur weiß sie noch nicht davon

  • Kaegi Paul sagt:

    „Warum China in Afrika investiert?“ Ganz einfach, weil in Europa (und der Schweiz) die Ölgelder schneller investiert sind als in unsicheren Staaten, die zuerst mit Bomben von Terroristen bedient werden. Saudi-Arabien, Katar/Schweiz = Fifa, 5 Sterne-Hotels, CS usw usw.

  • Rolf Zach sagt:

    Von den Chinesen lernt Afrika herzlich wenig. Die Chinesen haben zum Beispiel gegen europäische Konkurrenz Bauaufträge in Algerien ergattert, weil sie billiger waren. Was erlaubt die algerische Regierung in ihrer unergründlichen Weisheit. Die chinesischen Bauprojekte werden vollständig mit importierten chinesischen Arbeiter ausgeführt. Algerien selbst hat eine offizielle Arbeitslosigkeit von 10 %, die aber in Wirklichkeit um einiges höher liegt. Die Einheimischen sind so vollständig von diesen Bauprojekten ausgeschlossen. Es findet nicht der geringste Multiplikator-Effekt statt. Und so geht es bei praktisch allen chinesischen Projekten, alle Arbeit ist in chinesischen Händen.

    • Rolf Zach sagt:

      Auch die heutigen Chinesen sind wegen ihrer kulturellen Mentalität überzeugt, daß Reich der Mitte zu sein. Im Gegensatz zu uns Europäern sind sie überhaupt nicht interessiert, den Afrikanern irgend etwas beizubringen. Es sind nicht-missionarische Rassisten.
      Diese völlige Abwesenheit von kulturellem Imperialismus, ist Labsal für die afrikanischen Eliten. Die Linken und darunter besonders die Grünen meinen, sind tun den Afrikanern einen Dienst, wenn sie ihnen Aufklärung, Bildung und Demokratie bringen. Das ist wohl der Wunsch der einfachen Leute dort, aus ihrem Elend zu entkommen, aber es ist garantiert nicht der Wunsch der einheimischen Macht-Eliten. Diese bevorzugen deshalb die Chinesen.

      • Rolf Zach sagt:

        Die afrikanische Eliten mit moslemischen Hintergrund sind in ihrer Haltung eigentlich schnell definiert. Der Islam ist in seinem grundsätzlichen Ideal ein Glauben der Nomaden und nicht ein Glauben der bäuerlichen und städtischen Zivilisation. Der Mehrwert ergibt sich nur unter Benützung von Gewalt und ist immer kurzfristig. Deshalb ist die Korruption dort eigentlich leicht zu erklären und diejenigen, die korrupt sind, haben im Islam noch ein weniger schlechtes Gewissen als in anderen Kulturen. Islamische Gerechtigkeit ist andere Definition für die Verteilung von Beute. Was aber ein richtiggehender Skandal ist, ist die Einstellung der christlich geprägten Machteliten in Afrika.

        • Rolf Zach sagt:

          Durch diese kulturelle Zerrissenheit und eine kurzfristig denkende Machtelite fehlt es schlußendlich den Afrikanern an Selbstbewußtsein. Kein Staatsoberhaupt von Tropisch Afrika oder vom islamischen Raum läßt sich durch einheimische Ärzte
          behandeln. Alle gehen nach Europa oder in die USA. Der verstorbene PräsidentBoumedienne von Algerien ließ sich sogar in Moskau der 70erJahre behandeln, der heutige Präsident Bouteflika in Paris.
          Die billigen alltäglichen chinesischen Konsumgüter haben den afrikanischen Markt überflutet, ohne daß die Chinesen wie die Engländer diese Märkte mit der Kanonenboot-Diplomatie geöffnet haben. Wo ist die afrikanische Textilindustrie und die einheimische…

      • G. Nardone sagt:

        @Rolz Zach
        – „Das ist wohl der Wunsch der einfachen Leute dort, aus ihrem Elend zu entkommen, aber es ist garantiert nicht der Wunsch der einheimischen Macht-Eliten.“
        Ist das nur in Afrika so?

      • Josef Marti sagt:

        Die grünen Gutmenschen würden diese am liebsten gleich noch zum Vegetarismus bekehren und ihnen das Salz und das Autofahren verbieten und weiteren Tugendterror verbreiten, da wären sie ja sogar mit den Islamisten noch viel besser bedient.

    • Schrepfer sagt:

      Genau wie in Conakry (Guinea). Hinzu kommt, als die Seuche Ebola ausbrach sind die Chinesen wie vom Erdboden verscglugt verschwunden und haben ihre Baustellen kopflos verlassen. Ich werde in 3 Wochen wieder persönlich sehen was passiert ist mit diesen Baustellen.

    • Markus Ackermann sagt:

      @Zach
      Sie argumentieren gegen den mainstream, was ich sehr schätze.
      Denken wir nach vorne: wie müssten sich die Gesellschaften in Afrika entwickeln, damit es den Menschen besser geht?
      Meine Arbeitshypothesen:
      a) Eine stabile, nachhaltige Entwicklung kann nur mit den Traditionen und Werthaltungen der lokalen Bevölkerung fussen.
      -> Was in Europa funktionierte, muss nicht zwingend in Afrika funktionieren. Politik in Afrika heisst wohl Bandenkämpfe um die Verteilung der Ressourcen für die eigenen Leute, nicht aber: Demokratie, Rechtsstaat etc.
      b) Da Wirtschaft und Medien globalisiert sind, werden sich auch in Afrika unsere Konzepte präsentieren. Welcher Mix wird dann in Afrika zum Tragen…

  • Josef Marti sagt:

    Wie früher schon erwähnt ist die Bodenrente in Zukunft nach wie vor absolut matchentscheidend, die Chinesen schauen, dass sie sich so viel wie möglich davon unter den Nagel reissen bei unterentwickelten und rückständigen Ländern. In der Zwischenzeit kann sich ja das dekadente dahinserbelnde Westeuropa überlegen wie es die Flüchtlinge als neue Renditesklaven umfunktionieren kann um die Party vor dem Absturz zu retten, es muss aber beachten dass dabei die EMRK gewahrt wird.

  • Gion Saram sagt:

    Die Chinesen warten ab bis ein afrikanischer Staat einigermassen stabil geworden ist bevor sie gross investieren, die Europäer warten ab bis ein Staat einigermassen demokratisch geworden ist bevor sie gross investieren. Welcher Methode bringt wohl rascher den Menschen in Afrika eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage? Da die Chinesen selber zuerst Stabilität und Prosperität im eigenen Land erlebt haben aber von wahrer Demokratie noch weit entfernt sind, kann ich nachvollziehen das sie aus der eigenen Geschichte die Schlussfolgerung ziehen das eine Demokratie ohne vorher gehende Stabilisierung und wirtschaftliche Entwicklung schwierig zu bewerkstelligen ist.

    • Ronnie König sagt:

      Es funktioniert aber eben nicht, was sie gerne hier verkaufen wollen, sondern ist schlicht die Keimzelle für Unruhen! Und der Westen war Grund für Übel, aber auch wiederum Hilfe. Die Demokratie spielte jedoch in der Realität eine untergeordnete Rolle. Eher war politische Stabilität und die Gewinnaussicht entscheidend.

    • Christoph Bögli sagt:

      Würde Europa nur in einigermassen demokratischen Staaten investieren, dann würden sich die wirtschaftlichen Kontakte wohl knapp auf Südafrika, Namibia und Tunesien beschränken. Tatsächlich sieht es anders aus, was nur einmal mehr illustriert, dass der Westen auch nicht zimperlicher ist als China wenn es um wirtschaftliche Interessen geht. Der einzige Unterschied ist wohl, dass manchmal zumindest pro forma Menschenrechte angemahnt werden, während China das ganz offiziell als irrelevant deklariert..

  • Ronnie König sagt:

    Die Chinesen zerstören ihre Heimat und beginnen nun die Heimat anderer negativ zu verändern! Geht es ja nicht nur um Menschenrechte, sondern auch um Umweltschutz. Mögen sie Strassen und Schulen bauen, aber genau betrachtet fehlt es massiv an Nachhaltigkeit. Es geht also weder dem Westen, noch China (auch nicht den Arabern oder Inder!) um eine partnerschaftliche Entwicklung, sondern einzig nur um wirtschaftliche Entwicklung, genannt Wachstum, und kostet am Ende mehr, als je reinkommt! Flüchtlinge werden generiert, soziale Gefüge geschädigt, die Gesellschaften blockiert. Tiere sterben deswegen auch noch gleich aus. Die Araber nehmen das Essen und liefern Fundamentalismus und Krieg. Tolle Welt.

    • Rolf Zach sagt:

      Der Westen sind die Kapitalisten in der offenen Gesellschaft mit dementsprechenden Schmeißfliegen, die blöderweise die Geschäfte erschweren. Solche Schmeißfliegen haben die chinesischen und indischen Kapitalisten dankbarer weise nicht. Die können ungestört die einheimischen Machteliten durch Korruption zu armseligen Clowns der Geschichte degradieren, sie leben ja selber in Gesellschaften, die alles andere als offen sind. Die Chinesen und Inder nehmen sich halt ein Beispiel an United Fruit in Zentralamerika, die ja bekanntlich dort jeden Fortschritt bekämpfte. Die Araber selber sind nicht die Kapitalisten, die fühlen sich im nomadischen Geist von der Moderne bedroht.

      • Rolf Zach sagt:

        Fortsetzung. Die Araber halten alle Riten ein, die ihnen Allah durch den Propheten übermittelt hat. Sie beten 5mal täglich, sie halten die Reinheitsgebote ein, sie beachten strikt den Monat Ramadan, sie verhüllen ihre Frauen vollständig oder teilweise (steht so nicht explizit im Koran, eine abgeguckte Sitte der arabischen Elite, die sie in den Harems des persischen Großkönigs und des
        persischen Hochadels angetroffen haben), sie essen koscher und sie beschneiden sogar ihre Frauen (steht auch nicht im Koran).
        Und all dies ist nutzlos gegen die westliche Moderne und diese Ungläubigen. Gehen wir zurück in die Anfänge des Islams, da war der Islam gefürchtet und gerechtfertigt.

        • Rolf Zach sagt:

          Natürlich wollen die Araber die westliche Moderne. Sie wollen den schönen Ponyhof, aber nicht die dazugehörige Abdeckerei.
          Wie gewinnt man nur den westlichen Ponyhof, ohne die eigene brutale Gemütlichkeit aufzugeben? Die ja gegenüber der Denkfaulheit der Männer sehr tolerant ist. Im Gegensatz zu den Chinesen und Indern bearbeiten die Araber die Eliten aus Tropisch Afrika nicht kapitalistisch, sondern voll auf geistiger Ebene, das Geld ist nur Mittel zum Zweck. Der Westen ist janusköpfig, einerseits deutlich geldgierig wie die Zuger Rohstoffhändler, anderseits aufbauend durch sehr verdienstvolle Orden wie die Jesuiten und sehr gute Entwicklungshelfer. Verwirrend!

        • Markus Ackermann sagt:

          @Zach
          1. Der Islam ist zwar schon lange in Teilen von Afrika. Aber ich bezweifle, dass man die Gellschaften auf dem afrik. Kontinent mit dem Islam erklären kann. Im Gegenteil: es zeichnet sehr viele afrik. Gesellschaften aus, dass ein Nebeneinander vieler, unterschiedlichen Religionen möglich ist (Naturreligionen, Christentum, Islam) – und zwar ohne philosophischen Überbau, einfach basierend auf dem gesunden Menschenverstand
          2. Viele afrik. Gesellschaften sind von Sesshaften geprägt: Vorratshaltung, Regeln des Zusammenlebens im Kral etc. Nomadentum gibt es, aber ich wäre überrascht, wenn dies für die Mehrheit der afrikan. Gesellschaften prägend wäre
          3. Es gibt auch Animisten, Missonierte…

  • brügger sagt:

    Der Artikel und evtl. auch die Studie greifen zu kurz. Wass ist mit Entwicklungshilfe? Und sind die Firmen unter Staatskontrolle? Durch staatlich kontrollierte Unternehmen können Investitionen sehr politisch werden.