18 Kommentare zu «Die Ökonomie der Weihnachtsgeschenke»

  • Peter Teller sagt:

    Die Lösung liegt doch auf der Hand: Quittung mitschenken. So kann sich der oder die Beschenkte bei Missfallen das Geschenk eintauschen und etwas besorgen, dass den eigenen Präferenzen entspricht.

  • Maiko Laugun sagt:

    Ich schenke einem Toten einen Grabstein. Das ist aus ökonomischer Sicht natürlich ein kompletter Blödsinn, klar.

  • Anh Toàn sagt:

    In Vietnam ist schenken Pflicht. Geschenkt wird Bargeld, im Kouvert. Wieviel man muss ist schwieriger. Aber hat wohl damit zu tun, dass die meisten da wirklich knapp sind mit Geld. Subjektiv ähnlich knapp mit Geld sind in der Schweiz Teenager, denen bereitet auch Geld am meisten Freude.

    • Christoph Bögli sagt:

      Bloss: Wenn das Schenken von Bargeld Pflicht ist, gehört man natürlich nicht nur zu den Beschenkten, sondern auch den Schenkenden. Womit das Ganze bloss ein Nullsummenspiel ist, wenn man Pech hat legt man sogar drauf. Inwiefern davon also jemand profitiert, ist nicht ganz klar. Gerade bei Leuten, die finanziell knapp dran sind, sind solche Rituale doch eher eine Belastung..

      • Anh Toàn sagt:

        Man schenkt eben nicht gegenseitig, sondern vom wirtschaftlich Stärkeren zum Schwächeren: Von den Eltern, evtl auch grössere kinderlose Geschwister zu Kindern, oder von Erwachsenen zu ihren Eltern, vom Arbeitgeber an die Arbeitnehmer, vom Kunden an an den Dienstleister. Und nicht zu Weihnachten, sondern zu Neujahr nach traditionellem Kalender. Da tröpfelt tatsächlich, aber ob davon der Stein je hohl wird bezweifle ich.

        • Christoph Bögli sagt:

          Ok, allerdings ist das dann aus anderen Gründen heikel: In geschäftlichen Beziehungen oder sonstigen Abhängigkeitsverhältnissen haben m.E. Geschenke eher wenig verloren. Arbeitnehmer etwa brauchen keine „grosszügigen“ Neujahrsgeschenke, sondern einfach einen fairen Lohn das ganze Jahr hindurch. Geschenke in dem Kontext zementieren eher traditionelle Rollenbilder vom allmächtigen Patron, der willkürlich darüber bestimmen kann, ob und wie die Angestellten bezahlt oder belohnt werden.

  • Marco Marazzi sagt:

    „Einem grossen geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul“ … bei den kleineren wird schon eher herumgemeckert …. :-))

  • Peter Müller sagt:

    Nicht nur unökonomisch, sondern unlogisch sind Sätze wie“ Seine Argumentation findet sich“ .Man könnte schreiben „Seine Argumentation steht in…“
    Argumente kann man sicher finden, aber sie finden sich nicht selber. Das sind Germanismen.
    Aber ich tendiere auch dezu, etwas zu veraschenken, das der Beschenket nicht selber gekauft hätte, weil es zu luxuriös aus seiner Sicht wäre. Dies jedoch nicht zu Weihnachten oder Geburtstagen, sondern dann, wenn ich etwas finde, das ich jemandem schenken möchte. Ökonomisch ist es jedoch nie, aber muss es das denn sein?

    • alice.gurini sagt:

      was sind Sie ein abgehalfterter LEHRER oder ein Klugschei….¨
      also Pitsch es ist auch unwürdig immer alles besser zu wissen

    • Christoph Bögli sagt:

      Besonders peinlich ist Besserwisserei dann, wenn diese zudem noch kreuzfalsch ist. Natürlich ist „sich finden“ korrektes Deutsch und schlicht synonym für „vorfinden“. Allenfalls könnte man die Verwendung hier als unnötig komplizierte und altmodische Schreibweise kritisieren, aber „unlogisch“ ist daran nichts sofern man der deutschen Sprache mächtig ist.

      Unlogisch ist vielmehr, dass Sie das Ganze als „Germanismus“ zu bezeichnen, denn kein Wort verwendet in Rahmen eines deutschsprachigen Texts kann ein Germanismus sein. Germanismen sind deutsche Wörter/Sprachelemente in anderen (!) Sprachen. Man sollte schon wissen, was ein Wort bedeutet, bevor man es grossspurig verwendet.

  • ROT sagt:

    Ist nicht der wahre, innerste Grund des Schenkens, dass man schenkt, damit die beschenkte Person einen mag, das heisst, man will von dieser Person geliebt, anerkannt werden (Grundbedürfnisse: u.a. Geborgenheit, Anerkennung)?

  • alice.gurini sagt:

    ja bei uns gabs Gschenkli bis in die Schule dann gabs Skiferien und keine Päckli !wir Elter haben uns auch nie was zum Geburtstag geschenkt !warum ?ist überflüssig !hatten wenig geld dafür gab es dann selbstgebackenes !das reicht volkommen !habe im Dez Geburi 75 igsten und es gibt beim Sohn Kafi und Chueche . die Grösseren erzählen ein Gedicht eine spielt Handorgel !und das ist wunderschön !eifach zämehöckle isch gröste Gschenk FAM.

  • Markus Meier sagt:

    Sie bringen es wirklich auf den Punkt!

  • bernd sagt:

    super Kommentar man muss den Verengten Blickwinkel erweitern

  • Stefan W. sagt:

    Die Idee, dass Weihnachtsgeschenke etwas Nützliches sein müssen, kommt vermutlich nur Ökonomen, welche, Kraft ihres professionell verengten Blicks, davon ausgehen, dass alles, was Menschen tun, einen ökonomischen Sinn haben müsse 🙂
    Man könnte auch andere menschliche Handlungen dem strengen ökonomischen Urteil aussetzen. Party? – Man wäre viel produktiver, wenn man diese Zeit zum Arbeiten nützen würde. Smalltalk? – Der tatsächliche Informationsaustausch ist sehr gering und könnte mit geeigneten Mitteln mit einem Bruchteil des Aufwandes erfolgen. Flirten, Schmusen, Küssen etc.? – Es wäre sehr viel effizienter, direkt zur Sache zu kommen und den Rest der Zeit zur Erhöhung der Produktivität zu nutzen.
    Ich denke, in diesem Sinn muss man auch Geschenke sehen. Stimmt: Sie sind ineffizient.

    • Anh Toàn sagt:

      @Stefan W.

      Guter Kommentar, aber man muss den Vorteil des Schenkens ja nicht in in Währung messen, Vorteil ist auch Freude: Ein ideales Geschenk ist eines, dass sich der Beschenkte nicht kaufen kann (Markt zu dem er keinen Zugang hat, z.B. weil weit weg, ein Flohmarktfundstück usw.) oder was weniger schwieriger ist, etwas was sich der Beschenkte nicht kaufen will, weil er es sich nicht gönnt: Einem Villiger Raucher eine 100 CHF Zigarre, einem Vecchia Romagna Trinker einen guten Cognac, einer Prosecco Trinkerin ein Jahrgangschampagner. Die Vernunft, der Mehrwert des Schenkens liegt gerade darin, dass ein gutes Geschenk aus Sicht des Beschenkten unvernünftig, überflüssiger Luxus ist, zu welchem ihm die Vernunft den Zugang verweigert.

    • Linus Huber sagt:

      @ Stefan

      Der Fehler dürfte in der Überlegung stecken, dass „Homo oeconomicus“ einzig und alleine materielle Aspekte in seiner Entscheidung berücksichtigt. Es scheint den Econometricians fremd zu sein, dass der Mensch nicht allein vom Brot lebt.