Kommentar hinzufügen

46 Kommentare zu «Wenn europäische Gelder afrikanische Fischer ruinieren»

  • Jan Svoboda sagt:

    wie so nur Fischer? Die EU und die Amis ruinieren so ziemlich alle in Afrika. Mit subventionierten Agrarprodukten, wie Geflügelfleisch hat die EU die meisten Lokalproduzenten in Zentralafrika erledigt, ditto die Amis bei den Baumwolleproduzenten. Vom import vom Elektroschrott ganz zu schweigen

  • Rolf Zach sagt:

    In Tropisch-Afrika und in der islamischen Welt haben wir nun einmal in Überzahl Staaten, die schlecht organisiert sind und eine Elite aufweisen, die wohl gut lebt, wie dies bei Eliten weltweit immer der Fall ist, aber den miesesten Leistungsausweis aller Eliten weltweit hat. China hat noch viel weniger Hemmungen als wir Europäer selbst und etwas vermindert die USA, die es gnadenlos auszunützen.
    Wir haben algerische und angolanische Flüchtlinge, die als Bau-Handlanger keine Arbeit finden in ihren Ländern. Denn die Chinesen erstellen ihre Bauten in Afrika von der einfachsten Arbeit bis zur Projekt-Leitung mit ihren eigenen Leuten.
    Wir sind sicher keine Musterknaben, aber den Chinesen ist in Afrika jede Moral gleichgültig. Sie sind aber sehr beliebt bei den afrikanischen Potentaten.

    • Anh Toàn sagt:

      Wer hat die Grenzen dieser schlecht organisierten Staaten gemalt? Wer stützt die Eliten mit miesem Leistungsausweis? In Ägypten wurde Mursi demokratisch gewählt, der Westen applaudiert dem Militärputsch: Sisi ist doch nur ein anderer Mubarak. Die Muslim Brüder werden als fundamentalistische (sind sie vielleicht) Terrororganisation (sind die nicht) bezeichnet, um den Putsch zu rechtfertigen.

      • Rolf Zach sagt:

        Ihre Einwände sind berechtigt. Besonders was Tropisch-Afrika betrifft. Warum hat Brüssel so viele schöne Bauten aus der Zeit des Jugendstils? Ganz einfach, weil König Leopold (1865-1909) derart den Kongo ausgeplündert hat, dass 10 Mio. Menschen umgebracht wurden (Adam Hochschild) und auch nachher war die Kolonialherrschaft für viele Menschen dort kein Honigschlecken. Diese Gier von Europa ist bekannt. Man kann auch ruhig sagen, die Europäer sind gegangen, als es sich nicht mehr rechnete, direkt zu herrschen.
        Was enttäuschte, sind die christlichen Missionen?
        Die haben es nicht verstanden, bei den Leuten die Wahrnehmung langfristiger Interessen zu wecken und dies vor allem bei den Macht-Eliten. Nichts derartiges wie der Aufbau-Arbeit der Klöster bei uns im frühen Mittelalter.

        • Rolf Zach sagt:

          Nun die Muslim-Liga hätte die Kopten in Ägypten wohl völlig vernichtet, durch Auswanderung und Zwangskonversion und dabei wäre noch mehr Blut geflossen als üblich. Die Kopten waren schon vor dem Islam dort. Die Muslim-Liga ist diejenige Bewegung im Islam, die den ägyptischen Nationalismus in rein islamischer Form will. Alle sind devote Muslime und alle Frauen tragen Burka. Keine Schutzbefohlenen mehr als Bürger 2. Klasse, wie die Christen und Juden in den ersten 1100 Jahren des Islams. Wo finden die grössten Christen-Verfolgungen statt, in der islamischen Welt. Ich weiß auch in China, aber dort funktioniert es gar nicht. Es gab mal eine Partei, nämlich die Baath, die wollte Christen und Moslems vereinen. Assad ist und Saddam war Mitglied dieser Partei. War der Westen daran schuld?

          • Anh Toàn sagt:

            Nonsens ist: „alle Frauen tragen Burka“ In Ägypten gibt es keine Burkas. Gehen Sie durch Kairo, sie werden weit gehen müssen, um eine Burka zu sehen.
            Ein gläubiger Muslim richtet nicht über andere Menschen, Kopten z.B.: Alle Menschen sind Geschöpfe Gottes: Der Iman, dem ich mein agnostisches Weltbild offenbarte, sagte: Du bist ein guter Mann, Gott wird dir den Weg zeigen. Mein Barbier in Ägypten steht vermutlich den Muslim Brüdern zumindest nahe (waren verboten als ich da war), sein Nachbar der zum Tee kam war ein Kopte.

            Wer den Islam an Hasspredigern festmacht, soll bitte die Protestanten am KKK festmachen und die Katholiken sind alle Kinderschänder.

          • Anh Toàn sagt:

            Trump verlegt die Botschaft nach Jerusalem, damit diese gefährdet ist. Die Provokation soll palästinensische Reaktionen auslösen, um einen Grund zu haben, die Muslime komplett aus Jerusalem zu vertreiben.

          • Anh Toàn sagt:

            In Hebron gilt Apartheid: Ganze Quartiere, Strassenzüge sind für Muslime verboten.

            Aber dies kritisieren darf man nicht im Westen, ohne sich den Vorwurf des Antisemitismus anhören zu müssen.

            Die Palästinenser werden nie einen Staat erhalten, die können sich verpissen nach Jordanien oder Ägypten oder bleiben und hinten sitzen im israelischen Bus. Sie können klagen gegen Ungerechtigkeit, die israelischen Gerichte geben ihnen sogar oft recht, nur umgesetzt werden die Urteile nie.

  • Peter Gutknecht sagt:

    Die ausländischen industriellen Fischfangflotten zwingen die Fischer von Somalia, mangels Fischen auf Piraterie auszuweichen. Es gibt also eine indirekte Quersubventionierung der industriellen Fischfangflotten durch die im Golf von Aden tätigen westlichen Marineverbände.
    Analog wird die industrielle Fischproduktion (die ja nach dem Verursacherprinzip für ein paar 10000 Migranten haften würde) vom europäischen Asylwesen subventioniert.
    Die industriellen Fischfangflotten entwickelter Länder vor der Küste eines Entwicklungslandes ist nicht legitim, oft aber durchaus legal: die afrikanischen Potentaten verscherbeln die Fischereirechte zu billig (und sind auch zu bestechlich).

    • Rolf Zach sagt:

      Was ist profitabler Pirat oder Fischer zu sein? Ob die Somalier als Nomaden wirklich die Fischerei so lieben, mag dahingestellt sein. Auf alle Fälle wissen wir, das Somalia nur auf dem Papier ein Staat ist. Die Sache ist eigentlich ein Frage der Mentalität, man will westliches Leben genießen, aber mit den alten Gewohnheiten eines Nomadenvolkes. Da denkt man kurzfristig und der Islam ist die entsprechende Religion dazu.

    • Roland K. Moser sagt:

      Afrikas West-Küste wird illegal leergefischt. Steht im Artikel. Das „leergefischt“ steht nicht drin, das ist von mir.

  • Tom sagt:

    Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ hatte die EU vor einigen Jahren in Afrika den Aufbau der Geflügelaufzucht finanziert, und kaum waren die Jungunternehmen in die Gewinnzone gekommen, wurden tonnenweise tiefgekühlte Geflügel-Schlachtabfälle aus der EU zu Spottpreisen nach Afrika geliefert, was die die zuvor subventionierten einheimischen Geflügelfleischproduzenten gleich wieder in den Bankrott trieb.

    • Rolf Zach sagt:

      Wo war die staatliche Verwaltung, die solchen Schwachsinn verhinderte? Nehmen wir die Korruption, die diesen Schwachsinn ermöglichte. Die Macht-Elite bekommt nie so eine ertragreiche Korruption von den einheimischen Produzenten wie von den Ausländern.
      Die Bestechungen werden in EURO ausbezahlt. Was will der Pariser Nachtclub „Crazy Horse“ mit der Währung von Guinea anfangen, wenn der Sohn des Präsidenten mit seinen Mätressen diesen Club besucht. Der Filius braucht Euro.
      Solches Verhalten ist natürlich auch in den Verwaltungen in Europa umstritten. Es gibt dann regelmäßig ein Kampf innerhalb der Verwaltungszweige untereinander zusammen mit der Lobby der betreffenden Exporteure. Die Schweiz tut sich noch weniger als die EU und USA hervor in der Bekämpfung der Korruption in Afrika.

  • Cybot sagt:

    Da gab es kürzlich mal eine spannende Doku über Milch im TV. Da ist es ganz ähnlich, die Bauern in Afrika produzieren keine Milch mehr, sondern kaufen europäisches Milchpulver und rühren es vor Ort an, das ist billiger. Kein Wunder können die Schweizer Bauern auf dem Weltmarkt nicht mithalten, wenn es nicht einmal mit afrikanischen Kosten geht. Aber es würde mich nicht wundern, wenn unsere Milch dort ebenso billig verkauft würde.

    • Ronnie König sagt:

      Also bei uns in Nakuru kommt der Milchmann mit heimischer Milch jeden Tag um 5 vorbei! Aber das kann man ja nicht wissen hier in der Schweiz. Und Laktoseintoleranz ist relativ weit verbreitet in Afrika, das meint, dass Milch weit weniger als Grundnahrung verwendet wird. Wobei einzelne Stämme Ausnahmen bilden. Die meiste Milch wird eh für Eigenbedarf und lokalen Markt produziert, kein Vergleich mit hier und war es auch nie. Hingegen wollen einzelne Länder dies ändern, und man beginnt nun Käser zu lernen und vermehrt Molkereiprodukte zu bewerben. Wahrscheinlich mit Nestle zusammen. Früher gab es wenige Milchprodukte im Supermarkt, heute sehr viele.

      • Rolf Zach sagt:

        Da haben wir dann „Nestle tötet Babys“, da die Afrikanerinnen glauben Milch aus Europa sei besser als die von ihren Brüsten für die Säuglinge. Viele Leute in Afrika meinen, alles was aus Europa zu ihnen komme, müssen man benützen. Nestle hat ja dann nach Auseinandersetzungen mit Organisationen der Entwicklungshilfe, seine Werbung verändert mit zusätzlicher Aufklärung.

        • Monique Schweizer sagt:

          Nestle, Danone, Coca Cola, Pepsi haben selbst den „gebildeten“ Amis mit der Kampagne „Drink up“ eingeredet immer eine Flasche Wasser mit dabei zu haben, da man ansonsten verdursten könne und Mio von Amis schleppen seither immer ein Wasser mit sich rum um gegen den plötzlichen Verdurstungstod auch ja gewappnet zu sein…
          .
          Was so etwas Marketing und PR alles bewirken kann – egal ob in Afrika im Busch oder im Grossstadtdschungel in NYC….

  • Lukas Brauchbar sagt:

    Liebe Kommentatoren
    All dies sind wohl Gründe, aber ein weiterer Grund für die schlechten Fänge geht tiefer:
    Seit längerer Zeit wird versucht den Fischern West Afrika’s beizubringen, dass man die kleinen Fische, welche den grösseren Fischen als Nahrung dienen, nicht zu fangen und deshalb nur Netze mit grossen Oeffnungen zu benützen.
    Es gibt entsprechend auch Erlasse und eine lokale „Polizei“, welche das kontrollieren sollte.
    Nur wird der Erlass aus diversen Gründen grosszügig umgangen und es werden auch die kleinsten Fische gefangen und gegessen.
    Dadurch wird das Wachstum der Fische und der Fischbestand empfindlich gestört. Gruss aus Accra.

    • Ronnie König sagt:

      Gehen ihre lokalen Fischer mit Echolot den Schwärmen nach? Ich denke nicht, aber die lokalen Fischer sind nicht das Hauptübel mit den engen Maschen, aber auch das läppert sich mit den Illegalen. Hauptproblem in Afrika ist oft eine fehlende Küstenwache und Marine, da sind die Piraten so gesehen schon fast nützlich.

  • Peter Ralons sagt:

    Es ist schon naiv und sogar dumm zu glauben, dass dahinter keine westliche industrielle Strategie steckt!
    Der Reichtum alten Blutes und des modernen Westens liegt auf der Basis leibeigener, Sklaven und Ausbeutung. Heute findet das nicht mehr vor der eigene Haustüre statt, dennoch passiert es in Asien, Afrika, Südamerika und an in den südlichen Toren Europas. Geht nach Spanien, Italien, Türkei und anderen Orten, seht dort in die Gewächshäuser! Es gibt keinen Lohn für die giftige Arbeit dort, sondern einmal am Tag etwas zu Essen.
    Von Wirtschaftsfachleuten die hier einen Blog unterhalten dürfte man entweder Fakten erwarten oder Zurückhaltung, das wäre dann wenigstens nicht gelogen oder falsch!

    • Rolf Zach sagt:

      Darf man diesen Kommentar als Vulgär-Marxismus bezeichnen oder als Wirtschaftspolitik à la Che Guevara.
      Kuba hatte 1950 zusammen mit Argentinien das höchste Pro-Kopf Einkommen in Lateinamerika. Wo steht es heute? Wie sagte Gottfried Keller „Es muss im Haus beginnen, was leuchten soll im Vaterland“.
      Südkorea war 1950 praktisch das ärmste Land der Welt, die Türkei hat als Neutraler im 2. Weltkrieg viel Geld gemacht, mehr als die Schweiz, wo der Krieg nur für Einzelne profitabel war, aber nicht für das Volk. Wo steht Südkorea wirtschaftlich heute, wo die Türkei?

  • S. Berger sagt:

    Wahnsinn Herr Piller, der ganze Kontinent wird seit seiner Kolonialsierung von uns ausgenommen wie ein frisch gefangener Fisch (sämtliche Dikatatoren sind und waren nur Dank „unserem“ einverständnis an der Macht) und sie kommen mit Bevölkerungsüberschuss. Afrika könnte seine Bevölkerung längst alleine ernähren aber dann käme unser Supersystem böse ins wanken. Etc.

  • Pit Gross sagt:

    Als Reisender in Westafrika sieht man öfters leere Fischmärkte, der Grund ist aber nicht ausgefischte Gewässer sondern der Supermarkt und der Grosshandel wo die Fische billiger sind. Kein Hotel kauft heute noch Fische auf den Fischmarkt.

    • Urs sagt:

      Im Supermarkt bzw. Grosshandel bekommt man wohl von subventionierten Fischfangflotten in West-Afrika gefangene, in Europa verarbeitete und mit Export-Subventionen wiederum nach Westafrika exportierte Fische billiger, als vor Ort gefischte.
      Wahnsinn pur.

  • Marco Marazzi sagt:

    Es wäre interessant zu wissen wer das Produkt des Fischfangs konsumiert. Ein Merkmal isoliert betrachten und sogar noch auf die vorbildliche Schweiz hinweisen, führt unweigerlich in die Irre. Die Wahrheit liegt nur in der Gesamtheit. Ein schwieriges Unterfangen angesichts ihrer Komplexität . In dieser Hinsicht empfehle das schöne Movie „Darwin’s Nightmare“.

  • Thomas Husemann sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel. Es ist selbstredend, dass jede Region Anspruch auf seine Fischgründe (und andere wirtschaftliche Ressourcen) haben sollte. Länder die die illegale Fischerei in fremden Regionen fördern (z.B. durch Subventionen) sollten an den Pranger gestellt und durch internationale Regeln Sanktioniert werden. Nur dies wäre echte Entwicklungshilfe. Hier braucht es ein längst überfälliges Umdenken.

  • Ronnie König sagt:

    Und da gibt es Trolle die meinen Entwicklungshilfe sei das Problem, nein, warum essen die Chinesen denn derart viel Fisch? Vor 30 Jahren war wesentlich weniger Fisch auf ihren Teller und der meist einheimisch, nicht wenig aus dem Süssmasser. Und heute? Vergiftet und tot die Gewässer zum Teil. Und wie kommt der Chinese nun zum Geld für Fisch? Der Westen machts möglich mit der Werkbank China, nebst dem wir selber dort unten räubern in Afrika, mit Subventionen gar Fisch noch liefern (wenig zwar). Und dann wundert man sich über Piraterie, Armut, Unterernährung, etwas was ausser Hungersnöten vor Jahrzehnten nicht war. Überbevölkerung sagt man, was nur teilweise stimmt, aber wenn wir mit Rohstoffabbau, Zwang zur Privatisierung, sonst gibt es kein Kredit, und derartigem nun viel kaputt machen….

  • Roland Kull sagt:

    Es ist leider nicht nur die Fischerei. Dasselbe passiert auch mit den „grosszügigen“ EU Exporten von Hühnerfleisch, Getreide etc. Es lohnt sich für die lokalen Bauern nicht mehr ihre eigenen vor Ort produzierten Produkte anzubieten, weil alles im Supermarkt billiger ist. Folge: Arbeitslosigkeit und KEINE Zukunft. Wir ruinieren die Lebensgrundlagen von Afrika und wundern uns, wenn diese Menschen an unseren Grenzen stehen. Hier muss dringend, besser Heute als Morgen etwas passieren.

  • Hans Hödli sagt:

    Aus Sicht der Entwicklungsländer liegt das Übel woanders. Anstatt den Agrarüberschuss auf Teufel komm raus zu exportieren sollten sie gescheiter aufhören den westlichen Konsumschrott zu importieren und sich ständig in FW zu verschulden, wer damit anfängt hat von Anfang an verloren. Der Agrarexport ändert nämlich am notorischen Handelsdefizit bei dieser falschen Vorgehensweise logischerweise rein gar nichts. Entwicklung ist ausgeschlossen wenn man sich durch das Ausland durch Schulden in Besitz nehmen lässt.

    • Bernhard Piller sagt:

      Wollen Sie den Afrikanern das iPhone verbieten? Für $US 1000…

    • Anh Toàn sagt:

      „…und sich ständig in FW zu verschulden, wer damit anfängt hat von Anfang an verloren.“

      Wer keine Kredite in eigener Währung bekommt, muss sich in Fremdwährung verschulden: Wer keine USD hat, dessen Geld niemand tauscht im Ausland, muss sich entweder in Fremdwährung verschulden oder ins Ausland verkaufen. Das Prinzip ist nicht falsch, bei denen die nichts haben, die müssen „spekulieren“, sich verschulden in Fremdwährung um zu investieren um hoffentlich dank den Investitionen mehr ins Ausland zu verkaufen und mehr USD zu bekommen.

      Oft werden aber die Kredite in Rüstungsgüter und Prunk (eine Airline leistet sich sogar Eritrea) „investiert“. Die entsprechend Industrien erklären dem lokalen Diktator gerne, wie dies noch besser sei. (Und wie für ihn)

      • Hans Hödli sagt:

        Wenn sich die Inländer gegenseitig keinen Kredit gewähren heisst das nichts anderes als dass sie sich nichts zutrauen etwas Produktives auf die Beine zu stellen. Ohne Calvinistisches Arbeitsethos wären auch die Katholiken immer noch Reisläufer und Papstgardisten. Auch der Marxist und deutsche Muhamed Ali unter den Ökonomen Bontrup sagt, die Menschen brauchen immer einen Tritt in den Hintern, von nichts kommt nichts, resp. es bleibt andernfalls nur mit FW Kredit den ganzen Tag Pimpern. Deshalb sind die stärksten Währungen traditionell ausnahmslos immer dort wo die willfährigsten Strampelsklaven sind, also in CH, D, Japan.

  • Anh Toàn sagt:

    „verbesserter Zugang zu den Märkten der reichen Länder“: Es gibt einen einzigen Markt, zu dem sich ein grosser Teil der ambitionierten Einwohner von Entwicklungsländern Zugang erträumt: Den Arbeitsmarkt.

    Mit der Abgrenzung der Arbeitsmärkte sorgen wir dafür, dass was wir Reichen „produzieren“ teuer, wertvoll, ist auf der Welt, während was die machen, nur wenig Wert hat: Denn Wert bestimmt sich letztlich aus Arbeitskosten. Solange wir unsere Arbeitsmärkte erfolgreich strategisch abschotten, wird uns nicht mangeln, auch wenn wir taktisch „denen“ etwas Entwicklungshilfe „schenken“ und wenn sie dennoch alle Mauern überwinden, zahlen wir lieber Sozialhilfe, als sie in den Arbeitsmarkt zu lassen.

    • Bernhard Piller sagt:

      Das stimmt gerade nicht! Afrika kann seine Produkte nicht in der Schweiz ohne prohibitive Zölle verkaufen, es kann aber einen Teil seines Bevölkerungsüberschusses nach Europa exportieren.
      Der Arbeitsmarkt beinhaltet eben nicht nur Arbeit, sondern auch Lebensraum – und dieser ist ein knappes Gut. Und alle Länder müssen sich beim Bevölkerungswachstum zurückhalten.

      • Anh Toàn sagt:

        Es kann die Bevölkerung exportieren, aber nicht in die Arbeitsmärkte, da gibt es kaum einen Weg, sondern in die Sozialhilfe, da rein ist einfacher zu kommen als in den Arbeitsmarkt. Wir fördern Einwanderung in die Sozialhilfe.

        Ich wäre für Mindestlohn und dann darf arbeiten, wer Arbeit findet, ob er aus Mali oder dem Emmental kommt. Sozialhilfe gibt es nach einer Anzahl Jahre Erwerbstätigkeit. Europa ist attraktiv für Migration in die Sozialhilfe oder die Kriminalität, wer aus Afrika arbeiten will, verdingt sich nach Korea, Saudi Arabien oder wohin auch immer, aber immer ausserhalb der EU.

        Wäre doch schlauer, wenn wir die Willigen und Fleissigen reinlassen würden, als die Faulen und die Kriminellen: Nur für letztere ist unsere Asylpolitik attraktiv.

        • Monique Schweizer sagt:

          „Wäre doch schlauer, wenn wir die Willigen und Fleissigen reinlassen würden“
          .
          Nur auch denen fehlt es des öfteren an Bildung und Qualifikationen. Nur schon ein mittelmässig ausgebildeter Schweizer kostet schnell mal 200’000 an Ausbildungskosten, mit Matura und Studium dann 500’000+
          Auch wenn es in Afrika einiges günstiger ist, es fehlt doch dort hinten und vorne an Ausbildungsstätten und Ausbildnern, politischem Willen und Geld um die grossen Anzahl von jungen Menschen fürs 21. Jh fit zu machen. Ein Grossteil hat damit Null Chancen bei uns.
          Fleiss und Wille sind ja gut und recht, aber das langt nun mal einfach nicht mehr.

          • Anh Toàn sagt:

            Meine Frau aus Vietnam hatte dank Ehe eine Arbeitsbewilligung. Sie war vier Jahre in der Schule und hat selber etwas Englisch gelernt. Innert 5 Wochen fand sie einen Job, anfangs im Stundenlohn, dann fest: Sie arbeitet noch immer am gleichen Ort. Ich glaube nicht, dass sie den einzigen Job den es gab in der Schweiz für wenig Qualfizierte gefunden hat. Wer in der Schweiz aufgewachsen ist und es nicht schaft, eine Lehre (Maler, Gipser oder so) erfolgreich zu absolvieren, wollte ich auch nicht anstellen für einen noch so einfachen Job. Die allermeisten davon sind vielleicht zu vielem fähig aber zu nichts zu gebrauchen, schon gar nicht in einem Team oder Unternehmen.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn sie Recht haben Frau Schweizer, dass die alle bei uns keine Chancen hätten auf einen Job, könnten wir es ja erlauben, dann käme keiner:

            Ihr Argument ist vorgeschoben, wir wissen ganz genau, dass die Chancen hätten, sonst müssten wir es nicht verbieten. Wir sagen: Bei einem Wettbewerb mit uns wärt ihr chancenlos, darum lassen wir Euch nicht antreten. Ha ha ha.

          • Monique Schweizer sagt:

            Anh: So verallgemeinernd bin ich nun auch wieder nicht, es gibt einen eher kleinen % Satz, der es bei uns schaffen kann, aber sicher nicht die grosse Masse.
            Nur schon in der CH ist das schwierig. Ich kenne einen Sozialarbeiter der mit Problemjugendlichen arbeitet, aber der hat inzwischen auch schon ziemlich resigniert, denn viele derselben sind einfach strunzdumm und uninteressiert, kriegen nicht mal die einfachsten Basics zusammen, dazu kommt oft noch Faulheit, Unzuverlässigkeit etc.
            Der grösste Vorteil der Afrikaner ist vermutlich, dass sie dank den ehemaligen Kolonialmächten oft entweder Französisch oder Englisch sprechen im Gegensatz zu vielen Flüchtlingen aus dem arabischen Raum oder vom Hindukush. Und ansonsten hilft nur Bildung und praktische Arbeitserfahrung.

          • Monique Schweizer sagt:

            Anh: Die Arbeitseinstellung von Asiaten dürfte sich wohl doch etwas von derjenigen der meisten Schwarzafrikaner unterscheiden. Während viele Länder Afrikas immer noch dahindümpeln (ausser wenn sie auf Rohstoffreserven sitzen, aber das ist ja nicht deren eigene Leistung), haben sich die Länder in Südostasien doch einiges schneller entwickelt, bei ähnlichen Vorraussetzungen nach dem 2. WK waren viele bis in die 50er/60er Jahre noch Kolonien und Agrarstaaten.
            Das andere Problem Afrikas ist nach wie vor der pathologisch anmutende Bevölkerungszuwachs Afrikas – gemäss Modellrechnungen von heute 1.3 Mrd auf 2.5 Mrd 2050 und 4 Mrd 2100. Auch wenn Klimawandel, Seuchen und Hungersnöte da vermutlich einen Strich durch diese Rechnung machen werden, das Elend wird höchstwahrscheinlich bleiben

          • Anh Toàn sagt:

            „…..es gibt einen eher kleinen % Satz, der es bei uns schaffen kann, aber sicher nicht die grosse Masse.“

            Schafft es ein kleiner Prozentsatz, weil er „bei uns“ tatsächlich Chancen gibt, diese zu nutzen, gibt dies Ansporn und Hoffnung der grossen Masse, dahin, bzw. deren Kinder zu kommen. Warum sollte ein Eritreer sich bemühen etwas zu lernen? Sich anstrengen, seinen Kindern mehr Bildung zukommen zu lassen? Es gibt keine Jobs für Gebildete, und da wo es welche gäbe, darf er oder sie ohnehin nicht arbeiten. „There’s no future for you“

          • Anh Toàn sagt:

            Wozu etwas lernen, wenn es ohnehin keine Aussicht auf einen Job gibt? Wozu einen Baum pflanzen, wenn nirgendwo Wasser ist? Da ist sogar saufen (selbst wenn das selbstgebrannte Zeugs vielleicht blind oder impotent macht, und pimpern (trorz HIV, früher oder später erwischt es einen ja ohnehin) noch vernünftiger.

          • Hansli sagt:

            Das Problem ist, dass selbst der schlechteste bezahlte Job als Schwarzarbeiter unter miserabelsten Bedingungen für diese Leute viel Geld bedeutet. Aber glücklich werden auch die damit nicht.

            Ich halte allerdings die Flucht nach Europa für einen Hype. Wenn ich Dokus auf französischen Fernsehsender sehe, dann ist die Stimmung am Kippen und die Leute erkennen langsam, dass die Möglichkeiten in ihrem Land eigentlich besser wären. Denn zu uns kommen die Besten, die auch in ihrem Heimatland eine Zukunft hätten. Die wollen nicht als Tagelöhner enden. (ausgenommen natürlich aus Länder mit Konflikten).

    • Rolf Zach sagt:

      Die ambitionierten Einwanderer aus Afrika nach Europa. Anscheinend die Besten der Besten. Diejenigen, die hier studiert haben, gehen nicht zurück, die bleiben uns erhalten, besonders wenn es Ärzte und Ingenieure sind.
      Was kommt, sind die Überflüssigen der Clans, die man weghaben will. Nicht immer die Ärmsten, denn die Schlepper müssen bezahlt werden. Es ist doch gut, wenn der Sohn der Nebenfrau verschwindet.
      Man muss dann noch sehr unterscheiden, ob die Menschen aus Tropisch-Afrika kommen oder aus dem islamischen Gürtel von Afrika nach Asien. Die Emigranten bringen nicht nur ihre Ambitionen mit, sondern auch ihr Weltbild.

      • Anh Toàn sagt:

        Aber die werden hier ihr Weltbild ihren Kindern die hier aufwachsen nicht verkaufen können, ausser wir lassen Ghettobildung zu: Dies kann mit städtebaulichen Massnahmen verhindert werden.

        • Anh Toàn sagt:

          Wenn die Baz titelt: „So sieht ein Handtaschenräuber aus“ nehme ich Frau Güzin Kar und sage: So denkt die zweite Generation muslimischer Einwanderer.