21 Kommentare zu «Gewinner und Verlierer der tiefen Zinsen»

  • Fritz Rammstein sagt:

    Die Rechnung über Gewinner und Verlierer ist noch lange nicht fertig. Als nächstes erwartet uns eine Inflation mit neuen Dimensionen. Dann wird sich weisen was die Geldschwemme der EZB gebracht hat.

  • Kölbi sagt:

    Nebst all der ganzen Diskussion, erfreue ich mich an dem Foto mit dem „strahlenden Bauobjekt“ von SchwörerHaus.

  • Patrice Bozzi sagt:

    Die Nullzinspolitik der EZB ist genau der Grund, warum „die Reichen immer reicher werden“. Diese Notenbank ist in der Geiselhaft der EU. Die „Reichen“ müssen gar nichts tun, damit ihre Aktien- und Immobilienportefeuilles nur eine Richtung kennen. Wenn jetzt von der Polit- und Wirtschaftselite die Kleinsparer zum Aktienkauf animiert werden, ist das durchaus im Interesse der Superreichen. Diese können den Crash, der irgendwann kommen muss, locker wegstecken, während die Kleinen auf der Strecke bleiben. Aber schuld sind dann laut den Linken wieder die phöösen Banken. Die EZB-Politik ist absolut verheerend. Die Zinsen müssten längst erhöht werden wie in den USA. Aber man will die Pleite der verschuldeten EU-Staaten auf morgen verschieben, und das machts nur schlimmer.

  • max meier sagt:

    Wer Aktien und Immobilien hat verdient Geld auch langfristig. Wer das nicht hat verdient kein Geld. Für das muss man nicht Akademiker sein. Gesunder Menschenverstand genügt.

  • Copilot sagt:

    Das Problem ist doch, dass durch die Negativzinspolitik die Währungen massiv inflationiert wurden. Gemäss dem Cantillon Effekt trifft es dann zuerst die Vermögenswerte, Aktien und Realestate. Wer also nicht bereits vor Beginn der Tiefzinsphase eingestiegen ist, verliert.

  • Hans Liant sagt:

    Warum sollten bestehende Schulden feste Zinssätze haben? Man kann auch einen negtiven Saldo auf einem Bankkonto oder Kreditkartenschulden haben. Dort sind die Zinssätez nicht fest. Selbst wenn man Steuerschulden hat, passen die Steuerbehörden den Zinsatz periodisch an (das selbe gilt für Kleinkredite). Abgesehen von Hypotheken kenne ich keine Schuldenart welche feste und planbare Zinssätze (innerhalb der Laufzeit) hat.

  • Hans Hödli sagt:

    Zuerst einmal ist festzuhalten dass die südeuropäischen Haushalte vielfach reicher sind als die deutschen. In D wird unsere 2. Säule kopiert über freiwilliges Versicherungssparen sodass auch die Deutschen ihren Aktienanteil bekommen. Gerade konnte man lesen dass die PK’s in der CH 8% performt haben (5 Jahresdurchschnitt 5,5%), Tiefstzinsen sei Dank.

    Das ist ja schliesslich ein uralter Hut, dass bei drastisch sinkendem Realzins Grundstückspreise, Bodenrente und Aktien sowie Dividenden in die Höhe schiessen, natürlich erkauft durch hohe Schuldenstände. Das Gejammer über Tiefstzinsen ist lachhaft, die Japaner beweisen seit bald 30 Jahren dass man damit hervorragend leben kann.

    • Monique Schweizer sagt:

      Na ja bei einer Staatsverschuldung von 240% bleibt den Japanern auch nicht mehr viel anderes übrig als Tiefstzinsen, zumal sie als Devisenland die Schulden bei ihrer Heimbevölkerung in Yen aufnehmen können.
      Allerdings musste die BOJ Ihre Assets seit 2007 von 1 Billion $ auf aktuell 4.6 Bio $ mit jap. Staatsanleihen in etwa ähnlich stark wie die EZB aufblähen.
      Gut Japan hat mit netto rund positiven 3 Bio $ nach wie vor die weitaus stärkste Net International Investment Position der Welt was ein beruhigendes Assetpolster darstellt im Gegensatz zu den USA die mittlerweile bei der NIIP von minus 8 Bio $ rekordhoch in den Miesen sind.

  • Alain Surlemur sagt:

    Das Beispiel hinkt. Welche reale Familie hat 100.000.– auf dem Sparbuch und gleichzeitig 70.000.– Schulden? Auch wenn: Bestehende Schulden haben in der Regel feste Zinssätze sodass der Guthabenzins tatsächlich, wie berechnet, auf 0 gesunken wäre, der Schuldzins aber bei 5.600.– verbliebe. Wäre in der entsprechenden Zeitperiode tatsächlich eine Schuld fällig geworden hätte sich in diese Konstellation eine vollständige oder zumindest teilweise Rückzahlung angeboten. ( Ergebnis: Sparzins 0.– auf 30.000.–, Schuldzins 0.– auf 0.–). Herr Gropp geht aber davon aus dass die Musterfamile alte Schulden durch neue abgelöst hat.

    Wie sagte Churchill so treffend: Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast.

    • lukas sagt:

      Ihr Beispiel hinkt ebenfalls: man kann ja nicht davon ausgehen, dass sich alle Teilnehmer finanziell dermassen blöd verhalten.

      p.s. das zitat stammt übrigens nicht von churchill.

      • Alain Surlemur sagt:

        Was bitte ist an meiner Aussage dass sich eine Rückzahlung der Schulden anbietet blöd? Ich lasse mich gerne belehren wenn Sie mir einen guten Grund geben können warum es klug ist gleichzeitig teure Schulden und unverzinstes Vermögen zu haben….

        • Michael Stöcker sagt:

          Für Schweizer Bürger ist dies durchaus sinnvoll: https://www.hausinfo.ch/de/home/finanzen-steuern/steuern/wohneigentums-besteuerung.html

          LG Michael Stöcker

          • Urs Forster sagt:

            Lieber Herr Stöcker, ich bin gerade erschrocken, dass bei der Homepage von Hausinfo so ein Schmarren steht. Als Wohneigentümer in der Schweiz gilt der Eigenmietwert unabhängig ob man Schulden hat. Auch muss man den direkten jährlichen Geldfluss betrachten. Mittels Schuldzinsenabzug bezahlen Sie zwar weniger Steuern, zahlen jedoch an die Bank oder Versicherung die Zinsen. Bei CHF 100 weniger Schuldzinsen bezahlt man jedoch nicht über CHF 100 mehr Steuern, sondern nur etwa CHF 25-35, je nach Kanton und Progression mehr Steuern. Somit spart man logischerweise zwischen CHF 65-75 pro CHF 100 nicht bezahlter Schuldzinsen. Wenn Sie CHF 300 weniger Schuldzinsen bezahlen, könne Sie mit Ihrer Frau toll Nacht essen und haben immer noch gleich viel Geld im Portemonnaie.

        • Anh Toàn sagt:

          Die Mehrheit der Schweizer Eigenheimbesitzer hat Altersguthaben in der PK und Hyposchulden bei der Bank.

          Die Hyposchulden kosten z.B. bei kurzfristiger Liborhypo WENIGER Zinsen, als die Altersguthaben in der PK Zinsen bringen.

          Also ihre Voraussetzungen (teure Schulden, schlechte Verzinsung von Guthaben) ist schlicht nicht wahr. Wäre es so, wie Sie behaupten, wäre Ihr Schluss richtig, immerhin.

          • Alain Surlemur sagt:

            Hallo Anh Toàn.

            Bitte Lesen sie den Text. Es ist ausdrücklich von „Sparguthaben“ mit einem Zins von Null die Rede. Und auch Ihre Liborhypothek wird mehr als Null Zinsen kosten.

          • Anh Toàn sagt:

            Auch Sparguthaben haben die meisten Haushalte: Erstens mal für unerwartete grösse Ausgaben, neues Auto, Renovationen am Eigenheim. Für alles zur Bank zu rennen und die Hypo zu erhöhen, mögen die Banken nicht. Dann haben die meisten Sparkonten für ihre Kinder. Manche haben auch Festhypos in Tranchen und „sparen“ auf die Amortisation einer auslaufenden Tranche hin. Dann haben die Eigentumswohnungsbesitzer Sparguthabenanteile an Renovationfonds.

        • Anh Toàn sagt:

          „Wäre in der entsprechenden Zeitperiode tatsächlich eine Schuld fällig geworden ..“

          ja dann wäre eben der feste Zinssatz, den Sie als Argument verwenden, darauf ausgelaufen und man kann, statt zu amortisieren, auch bis auf 10 Jahre fest weniger Hypozinsen zahlen als die Altersguthaben im BVG verzinst werden.

          • Alain Surlemur sagt:

            Gleiche Antwort wie oben. Es geht nicht um PK-Gelder sondern Sparguthaben mit Verzinsung null

          • Urs Forster sagt:

            @Anh Toàn: Sie haben die Problematik nicht ganz verstanden. BVG-Guthaben ist nie sinnvoll um Hypotheken zu amortisieren. Aber Schulden amortisieren als Hauseigentümer lohnt sich immer, unabhängig ob die Sparzinsen 0% oder 5% betragen.

          • Anh Toàn sagt:

            @Urs Foster

            „nie“, „immer“

            echt jetzt?